Der Raum verändert sich noch; ändert sich etwas Wichtiges, schreiben wir es hier.
Für alle, die vorher wissen möchten, wie es drinnen ist
Manchen von uns hilft es, vorher zu wissen, wie Licht, Geräusche und Farben an einem neuen Ort sind. Wir zählen nicht jedes Ding auf, sondern beschreiben, wie es drinnen im Großen und Ganzen ist.

Farben
Die meisten Flächen sind hell: weiße Wände, heller Marmorboden, salbeigrüne Rahmen. Kräftige Farben eher an einzelnen Stellen; Farbmuster am Ende dieses Abschnitts.
Licht
Tagsüber kommt Licht durch die Glasfront. An der Decke sind eine Leuchtstoffröhre und Spots; weicheres Licht ist geplant. Der glänzende Boden spiegelt.
Geräusche
Die Tür geht auf die Straße; ist sie offen, hört man die Straße. Auf harten Flächen kann es hallen, bei Veranstaltungen wird es lauter. Stunden ohne Musik stehen auf der Infotafel, sobald sie feststehen.
Stufen
Vor der Eingangstür liegt eine Marmorstufe, drinnen auf dem Weg nach hinten eine weitere; gemessen haben wir sie noch nicht. Kommst du mit Rollstuhl oder Kinderwagen, schreib uns vorher, dann schauen wir gemeinsam.
Sitzplätze
Ein Sessel zum Alleinsitzen und Stühle an Tischen.
Wie voll es wird
Bei Veranstaltungen kann es voller und lauter werden. Ob an dem Tag etwas los ist, siehst du auf der Infotafel, oder du fragst vorher.
Rückzug
Einen eigenen Ruheraum gibt es vorerst nicht.
Kameras und Tiere
Im Raum hängen Überwachungskameras; bei Fragen zu den Aufnahmen schreib uns. Manchmal ist eine Katze oder ein Hund im Raum.
- Salbeigrün: Tür, Markise und Gitterwände
- Cognac: Sessel
- Orange: unsere erste Zeichnung auf dem Glas
- Gold: die Schrift auf dem Glas heute
- Creme: Marmorboden
- Weiß: Wände
- Schmetterling: Blau, Violett, Rosa aus unserem Logo
Auch die Farben dieser Seite stammen aus dem Raum; damit die Schrift lesbar bleibt, haben wir manche etwas abgedunkelt oder aufgehellt. Keine Farbe übertönt die anderen; das wünschen wir uns auch für die Menschen hier.
Für wenFür Köpfe, die nie stillstehen. Und für alle anderen.
Kreative Köpfe. Menschen, die nicht stillsitzen können. Autistische Menschen und Menschen mit ADHS. Menschen, die viel denken, neurotypische Menschen und alle, die einfach einen guten Kaffee wollen. Wir fragen nicht nach Diagnosen und erwarten keine Erklärung. Allein zu kommen ist in Ordnung, zu mehreren zu kommen auch.
Viel zu denken ist kein Fehler, sondern eine Arbeitsweise des Kopfes. Den Satz „Denk nicht so viel“ wollen wir zu niemandem sagen. Der Kaffee ist der Anlass; worum es geht, ist ein Tisch, an dem dein Kopf so arbeiten darf, wie er arbeitet.
Das hier ist ein Café, kein Therapiezentrum. Wir wollen ein gutes Café sein; mehr versprechen wir nicht.
Kopfhörer sind in Ordnung
Du kannst sie aufsetzen; wir möchten, dass niemand fragt, warum.
Alleinsitzen ist in Ordnung
Du musst nicht reden. Still dasitzen ist auch eine Möglichkeit.
Aufstehen und Herumgehen ist in Ordnung
Kurz raus und wieder rein, lange bleiben, den Platz wechseln: alles in Ordnung.
Etwas zum Spielen und Lesen teils geplant
Ein paar Dinge zum Spielen und Lesen liegen bereit; du musst nicht fragen. Einen Korb mit kleinen Dingen für die Hände planen wir auch.
Ruhige Stunden geplant
Wir planen Stunden ohne Musik und ohne Veranstaltung. Sobald sie feststehen, stehen sie auf der Infotafel.
Bestellen ohne Reden geplant
Für jeden Tisch planen wir ein Kärtchen mit zwei Seiten: Auf der einen steht „Ich möchte bestellen“, auf der anderen „Ich brauche gerade nichts“. Das Ziel: Du sollst niemanden rufen und mit niemandem reden müssen.
Deine Katze oder dein Hund
Sag vorher Bescheid, dann sprechen wir es ab; Katzen und Hunde dürfen dann mit hinein.
Wenn dir alles zu viel wird
Sag uns: „Ich brauche einen ruhigeren Platz.“ Mehr musst du nicht erklären. Wir tun, was geht; du kannst jederzeit gehen.
Das sind Vorhaben, keine Versprechen. Was davon wir wirklich umsetzen, schreiben wir auf dieser Seite.
